Preisträger des Brandenburger Innovationspreises 2026 stehen fest
Begeisterung für Innovationskraft und Engagement in Brandenburg
- Erschienen amIm fx.center Potsdam wurden am 25.09. von Martina Klement, Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg, die Preisträger des Brandenburger Innovationspreises 2026 geehrt. Der Preis wurde in diesem Jahr erstmals in drei Kategorien vergeben und bezog neben der fachlichen Beurteilung durch eine Jury unter dem Vorsitz von Staatssekretär Hendrik Fischer auch ein Online Voting der Öffentlichkeit ein.
„Wir brauchen Innovation für die Zukunft unseres Landes. Innovation bedeutet, sich weiterzuentwickeln, Veränderungen bewusst anzugehen, Mut zu beweisen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Brandenburger Innovationspreises 2026 stehen genau dafür und sind herausragende Beispiele für das, was unser Land leisten kann. Ganz herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Ihr Engagement in Brandenburg!“ würdigte Ministerin Martina Klement die ausgezeichneten Innovationen
Im feierlichen Rahmen des fx.centers in Potsdam – Babelsberg kam auch die Jury nochmals zu Wort und zeigte sich beeindruckt von den spannenden Einreichungen sowie den innovativen Potenzialen, die in Brandenburgs Unternehmen vorhanden sind.
Den Brandenburger Innovationspreis 2026 erhielten die folgenden Innovationen:
„Sternenstaub“ für Quantencomputer von der quantum grade materials [qgm] aus Cottbus
Das Unternehmen ist Gewinner in der Kategorie NEUES.SCHAFFEN. Es entwickelte ein Verfahren zur Herstellung hochreiner Silizium-Isotope für Quantencomputer und ist damit weltweit Vorreiter auf diesem Gebiet.
Der Kern der Innovation: Quantencomputer versprechen bis zu 1000 Rechenjahre in einer Minute und treiben Medikamentenentwicklung sowie Klimaanpassung voran. Ein Flaschenhals bleibt Silizium-28. Die qgm GmbH, Preisträgerin mit einer patentierten Lösung, extrahiert aus frei verfügbarer Vorstufe hochreines Silizium-28 – skalierbar, umweltfreundlich und „Made in Brandenburg“. Als erster kommerzieller Anbieter sichert qgm die Basis für die Technologie von morgen.
KI-Plattform Aury von der Aury Care GmbH aus Potsdam
Das Health Tech Startup gewinnt in der Kategorie FOKUS.SETZEN. Seine KI-Plattform für mentale Gesundheit, die von Prävention bis Therapie reicht und Menschen direkt und sicher im Alltag unterstützt, ist auch eine aktive Hilfe, um das Gesundheitssystem zu entlasten.
Kern der Innovation: Aury ist eine der ersten EU-regulierten KI-Plattformen für mentale Gesundheit, die Orientierung, Prävention und klinische Versorgung in einem Produkt vereint. Anders als herkömmliche Chatbots arbeitet Aury mit einer kontrollierten Multi-Agenten-Architektur: spezialisierte KI-Agenten planen, begleiten und sichern Gespräche situativ die passende Methode. Entwickelt in Potsdam und Wildau, bereits erfolgreich mit über 2000 Nutzenden getestet. In Zukunft kann das medizinische Modul Versorgungslücken schließen und Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung senken – für sichere, skalierbare psychologische Unterstützung.
Dieses Projekt erhält EU-Fördermittel aus der Richtlinie Gründung Innovativ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Investitionsvolumen beträgt 600.000 €, der EU-Förderanteil beläuft sich auf 360.000 €.
MineralCycle von der Nehlsen Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG aus Neuenhagen
Das Unternehmen hat den Preis in der Kategorie KRAFT.ENTFALTEN erhalten. Die Innovation ermöglicht die Rückgewinnung von Sand und Kies aus flüssigen Bauabfällen – sie werden in wiederverwendbare Baustoffe umgewandelt und Deponieabfälle dadurch reduziert.
Kern der Innovation: Eine kompakte Recyclinganlage, die wässrig-mineralische Abfälle zu hochwertigen Baustoffen (Sand/Kies) verwandelt. Vier Parallellinien verarbeiten verschiedene Inputströme, gefolgt von Nassklassierung und einer geschlossenen Wasserkreislaufanlage. Rein mechanisch, ohne chemische Reaktionen und ohne Frischwasserbedarf. Entsorgungsbetriebe erhalten so eine nahe, zuverlässige Annahmestelle für bisher schwer verwertbare Abfälle; Bauunternehmen und Kommunen profitieren von regional produziertem Recycling-Kies zu wettbewerbsfähigen Preisen.
