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Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) - Vom Tagebau zurück zur Natur

Wenn sich die Braunkohlebagger durch die Landschaft graben, hinterlassen sie die vollständige Zerstörung der ursprünglichen Böden. Boden ist die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und bedarf daher besonderen Schutz. In Finsterwalde wird erforscht, wie man diese Flächen wieder rekultivieren und nutzbar machen kann.

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Deutschland hat den Braunkohleausstieg bis spätestens 2038 beschlossen. Mit der Stilllegung der Tagebaue drängt sich die Frage auf: „Was passiert nach der Kohle mit den zerstörten Böden, Gewässern und Landschaften?“ Vom Süden Brandenburgs bis in den Nordosten Sachsens erstreckt sich auf rund 900 Quadratkilometern ein Gebiet, das der Landesgröße von Berlin entspricht – das Lausitzer Braunkohlerevier. Seit über 150 Jahren schaufeln die Bagger hier unermüdlich ganze Dörfer weg und das braune Gold zu Tage. Zurück bleiben für Tiere und Pflanzen lebensfeindliche Tagebaurestlöcher und Kippenböden – die Bergbaufolgelandschaften.

Das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) erforscht inmitten des Lausitzer Reviers in Finsterwalde, wie diese durch menschliches Eingreifen langfristig geschädigte Natur wieder saniert und teilweise land- und forstwirtschaftlich nutzbar gemacht werden kann.

Boden- und Gewässervielfalt statt Einfalt

Durch die Abtragung der Kohle werden die über Jahrtausende entstandenen Erd- und Gesteinsschichten durchmischt. Einige der tieferen Schichten können in Verbindung mit Luft und Wasser reagieren und die Böden und Gewässer stark versauern. Restlöcher (mit Grundwasser vollgelaufene Krater) und Kippenböden (durchmischte Erdschichten) erreichen so pH-Werte von unter 3 – was dem Säuregehalt von Essig oder Zitronensaft entspricht. Nur durch aktive Zugabe von Kalkmitteln durch den Menschen können diese für Tiere und Pflanzen lebensfeindlichen Umgebungen renaturiert werden. Die Forschenden des FIB untersuchen diese Gegebenheiten und nutzen viele weitere technische und pflanzenbauliche Maßnahmen, um die Selbstheilungskräfte des Bodens anzuregen und wieder mit organischer Substanz (Humus) anzureichern. Beispielsweise wird auf Versuchsflächen Lavendel ange­pflanzt oder es entsteht durch Aufforstung neuer Wald.

Neuer Raum für innovative Forschung

Das seit den 1960er Jahren als Forschungsinstitut genutzte Gebäude entsprach lange nicht mehr den Standards eines modernen Forschungsbetriebs. Durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) konnte der Neubau des Verwaltungs- und Laborge­bäudes finanziert werden. Der U-förmige dreistöckige Gebäudekomplex bietet beste Voraussetzungen für zeitgemäße Forschung unter verbesserten Arbeitsbe­dingungen mit neuer Labortechnik und ist somit optimal an die vielseitigen Forschungsfelder des FIB angepasst. Die Investition lohnt sich, denn das FIB ist derzeit mit seiner angewandten Rekultivierungsforschung zu den Bergbaufolgelandschaften sowie der Forschung zu den Folgen des Klimawandels einzigartig in Europa.

Weitere Informationen unter fib-ev.de

Deutschland hat den Braunkohleausstieg bis spätestens 2038 beschlossen. Mit der Stilllegung der Tagebaue drängt sich die Frage auf: „Was passiert nach der Kohle mit den zerstörten Böden, Gewässern und Landschaften?“ Vom Süden Brandenburgs bis in den Nordosten Sachsens erstreckt sich auf rund 900 Quadratkilometern ein Gebiet, das der Landesgröße von Berlin entspricht – das Lausitzer Braunkohlerevier. Seit über 150 Jahren schaufeln die Bagger hier unermüdlich ganze Dörfer weg und das braune Gold zu Tage. Zurück bleiben für Tiere und Pflanzen lebensfeindliche Tagebaurestlöcher und Kippenböden – die Bergbaufolgelandschaften.

Das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) erforscht inmitten des Lausitzer Reviers in Finsterwalde, wie diese durch menschliches Eingreifen langfristig geschädigte Natur wieder saniert und teilweise land- und forstwirtschaftlich nutzbar gemacht werden kann.

Boden- und Gewässervielfalt statt Einfalt

Durch die Abtragung der Kohle werden die über Jahrtausende entstandenen Erd- und Gesteinsschichten durchmischt. Einige der tieferen Schichten können in Verbindung mit Luft und Wasser reagieren und die Böden und Gewässer stark versauern. Restlöcher (mit Grundwasser vollgelaufene Krater) und Kippenböden (durchmischte Erdschichten) erreichen so pH-Werte von unter 3 – was dem Säuregehalt von Essig oder Zitronensaft entspricht. Nur durch aktive Zugabe von Kalkmitteln durch den Menschen können diese für Tiere und Pflanzen lebensfeindlichen Umgebungen renaturiert werden. Die Forschenden des FIB untersuchen diese Gegebenheiten und nutzen viele weitere technische und pflanzenbauliche Maßnahmen, um die Selbstheilungskräfte des Bodens anzuregen und wieder mit organischer Substanz (Humus) anzureichern. Beispielsweise wird auf Versuchsflächen Lavendel ange­pflanzt oder es entsteht durch Aufforstung neuer Wald.

Neuer Raum für innovative Forschung

Das seit den 1960er Jahren als Forschungsinstitut genutzte Gebäude entsprach lange nicht mehr den Standards eines modernen Forschungsbetriebs. Durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) konnte der Neubau des Verwaltungs- und Laborge­bäudes finanziert werden. Der U-förmige dreistöckige Gebäudekomplex bietet beste Voraussetzungen für zeitgemäße Forschung unter verbesserten Arbeitsbe­dingungen mit neuer Labortechnik und ist somit optimal an die vielseitigen Forschungsfelder des FIB angepasst. Die Investition lohnt sich, denn das FIB ist derzeit mit seiner angewandten Rekultivierungsforschung zu den Bergbaufolgelandschaften sowie der Forschung zu den Folgen des Klimawandels einzigartig in Europa.

Weitere Informationen unter fib-ev.de

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