Projekt des Monats Juli 2011

Passivhausstandard erstmals bei Schule in Brandenburg

Ökologisch und ökonomisch befindet sich der Bildungskomplex SeeCampus in Schwarzheide auf dem neuesten Stand: Als erstes Schulgebäude Deutschlands wurde er im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Verfahrens (PPP) im Passivhausstandard in den Jahren 2009 bis 2011 errichtet. Das PPP-Modell wurde nach einer umfassenden Wirtschaftlichkeitsprognose als wirtschaftlichste Variante gewählt. Genutzt wird der Komplex vom Emil-Fischer-Gymnasium und mehreren Abteilungen des Oberstufenzentrums Lausitz sowie von Bürgern der Region.

Praxisorientierte Bildung in enger Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft

Der SeeCampus in Schwarzheide ist ein Projekt mit hohem Anspruch. Er liegt in einer Region, die geprägt ist von Umgestaltung und neuen Chancen. Die Beendigung der Kohleförderung und -verarbeitung und der damit einhergehende Verlust von Arbeitsplätzen bedürfen der weiteren Entwicklung einer ausgewogenen Wirtschaftsund Infrastruktur.

Dazu gehören höchste Standards in der Bildung ebenso wie in der Entwicklung nachhaltiger Gebäude. Der See- Campus ist ein sichtbares Zeichen für das Erreichte: Der erste Schulbau, der im PPP-Verfahren im Passivhausstandard errichtet wurde.

Nachhaltige Gebäude sind die Zukunft

Herausragendes Ziel des Projektes war es, ein nachhaltiges Gebäude zu entwickeln. Grundlage hierfür war die sogenannte Lebenszyklusbetrachtung, welche die gesamten Kosten über 30 Jahre und nicht nur die Investitionskosten zur Betrachtung heranzieht. Gleichermaßen sind ökologisch unbedenkliche und moderne Baumaterialien und Baulösungen erforderlich.

Das höchste Ziel war jedoch das Erreichen des Passivhausstandards, bei dem ein Energieverbrauch von max. 15 kWh (m2a) nicht überschritten werden darf. Damit wird künftig eine immense Schonung von Ressourcen und eine Verringerung des CO2-Ausstoßes über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes hinweg erzielt. Gegenwärtig wird die komplexe Haus- und Belüftungstechnik an die Anforderungen des Schulbetriebes angepasst und optimiert. Aus den Erfahrungen mit vergleichbaren Bauwerken ist bekannt, dass dies eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für die Techniker und Ingenieure darstellt.

Public-Private-Partnership (PPP)

Beispielhaft ist auch, dass der SeeCampus nach den Vorgaben eines PPP-Verfahrens gebaut und finanziert wurde. Konkret heißt das, dass ein Infrastrukturvorhaben von der Kommune – hier dem Landkreis Oberspreewald- Lausitz – gemeinsam mit einem privaten Partner verwirklicht wird. Die private Betreibergesellschaft kümmert sich in den nächsten drei Jahrzehnten auch um den Betrieb des Hauses. Zudem hat BASF im Rahmen eines Sponsorings Baustoffe im Wert von ca. 1 Million Euro beigesteuert.

Lernen zwischen Wald und See kommt jetzt nicht nur den bis zu 880 Schülern und Auszubildenden am Gymnasium Schwarzheide-Lauchhammer und dem Oberstufenzentrum Lausitz zugute. Auch die Bürger der Region profitieren als Nutzer der dort angesiedelten Stadtbibliothek, Sportstätten und Veranstaltungsräume von Architektur und Lage am Südteich zwischen Schwarzheide und Lauchhammer.

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EFRE-Förderung

Investitionsvolumen Schulbau: 21,5 Mio. €
davon EFRE: 0,750 Mio. € (für den Passivhausstandard)

Förderprogramm: Umweltschutzrichtlinie (Immissionsschutz)


Projektträger SeeCampus

SeeCampus Niederlausitz
Lauchhammerstraße 33
01987 Schwarzheide
Tel.: +49 357 52 – 94 94 50
www.seecampus-ev.de


Kontakt

Für allgemeine Fragen zum EFRE und Hinweise:
Frau Hermannek
Tel. 0331/866-1601
efreinfo@mwe.brandenburg.de

Pressestelle:
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Tel. 0331/866-1509
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Förderberatung durch ILB:
Tel. 0331/660-2211
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