Projekt des Monats Juni 2010

Neue Arbeitsplätze und neue Energien

Nach Altlastensanierung, Abbruch und Geländeaufbereitung wurde der seit 1935 existierende Flughafen Lönnewitz in der Stadt Falkenberg/Elster Ende der 90er Jahre als Industrie- und Gewerbepark erschlossen. Das nachhaltige Konversionsprojekt erhielt einen weiteren Ansiedlungsschub durch den Ausbau einer nördlichen Anbindung, so dass heute über 60 Prozent der Flächen, etwa mit einem Solarpark, ausgelastet sind und zahlreiche Arbeitsplätze für die Region geschaffen werden konnten.

Wirtschaftliche Belebung durch neue Verkehrsanbindung

Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Lönnewitz steht nach umfassenden Konversionsmaßnahmen heute auf 60 ha eine voll erschlossene Fläche mit bester Verkehrsanbindung zur Verfügung. Auch ehemalige Gebäude der Roten Armee wurden zurückgebaut und Flächen entsiegelt. Diese Flächen werden als naturnaher Lebensraum wiederhergestellt und sind zukünftig für die Öffentlichkeit als Grünfläche zugänglich.

Das war nicht immer so: Noch 2003 fehlten gut ausgebaute Verbindungsstraßen, die nördliche Anbindung der Mühlberger- und Lönnewitzer Straße und ein Knotenpunkt dreier Landstraßen, die seit den 30er Jahren ein Nadelöhr bildeten. Bis dahin konnten zwar schon einige Unternehmen angesiedelt werden, zu einer deutlichen wirtschaftlichen Belebung kam es aber erst mit dem Ausbau der Straßen auf einer Länge von ca. 3 km.

Mit EU-Mitteln Ansiedlungen ermöglicht

Für die qualifizierter Fachkräfte in der Region bieten sich seither neue Chancen. Vor dem Ausbau waren fünf Betriebe mit 71 Beschäftigten auf 21,20 ha (Flächenauslastung von 36,20 %) angesiedelt. Aktuell sind durch zwei weitere Firmen auf jetzt insgesamt 35 ha (Flächenauslastung von 60,34 %) mehr als doppelt so viele Beschäftigte vor Ort. Dazu zählen u.a. Unternehmen der Baubranche, der Holzbearbeitung sowie aus dem Bereich Elektro- und Schaltanlagen.

Clean Tech in der Region

Auch ein Solarpark (Lönnewitz I), der in Kürze ans Netz gehen wird, konnte auf rund 12 ha angesiedelt werden. Anfang März 2010 wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine zusätzliche Fläche von ca. 74 ha für die Errichtung eines weiteren Solarparks im Gewerbe- und Industriegebiet (Lönnewitz II) beschlossen. Davon sollen ca. 57 ha für die Aufstellung von Solarmodulen in Anspruch genommen werden.

„Auch mit weiteren Interessenten laufen Verhandlungen.“ führt Herold Quick, Bürgermeister der Stadt Falkenberg aus. „So könnte demnächst die ehemalige Werft wieder ertüchtigt und für Flugzeugreparaturen in Betrieb genommen werden. Dabei würde es nochmals zu einem Flächenverkauf von 5,6 ha und zur Schaffung von bis zu acht Arbeitsplätzen kommen. Weiterhin ist der vollständige Rückbau einer ehemaligen Wohnanlage geplant, die in Kürze mit einem Wohnhaus als Pilotprojekt starten soll.“

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EFRE-Förderung

Investitionsvolumen: 2,042 Mio. €
davon EFRE: 1,210 Mio. €

Förderprogramm: Richtlinie zur Förderung der Konversion im Land Brandenburg (Projekt Nördliche Anbindung)


Projektträger

Stadt Falkenberg/Elster
Der Bürgermeister
Stadtverwaltung
Postfach 1245
04892 Falkenberg/Elster
Telefon: (35365) 411-11
www.falkenberg-elster.de

Kontakt

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