Projekt des Monats August 2011

Kombinierte Gütertransporte mit Schiff und Bahn

Der erste Teilabschnitt des neuen Hafens im Industriegebiet Süd in Wittenberge wurde Ende 2009 eingeweiht. Seitdem wurden mehr als 50 Tankschiffe mit Biodiesel beladen, was schon jetzt die Straßen in der Prignitz von diesen LKW-Verkehren entlastet hat. Die nunmehr realisierten Ergänzungen und Erweiterungen der bestehenden Gleisanlagen waren notwendig, um den öffentlichen Binnenhafen leistungsfähig und flexibel zu machen und dem erhöhten Transportbedarf im Hinterlandverkehr Rechnung zu tragen.

Standortsicherung durch Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur

Der Ausbau des Binnenhafens Wittenberge mit dem erschlossenen Industriegebiet Süd sowie die Ergänzung und Erweiterung der Gleisanlagen trägt wesentlich zur Entwicklung von Brandenburgs Wirtschaft und Industrie bei. Auch der ökologische Aspekt zählt: Ein modernes Binnenschiff ersetzt 90 LKWs. Somit kann die Binnenschifffahrt erheblich zur Entlastung des Straßenverkehrs beisteuern. Vor allem in Kombination mit der Schiene wird der Umwelt und den Anforderungen der Wirtschaft Rechnung getragen.

Neue Gleise optimieren die Logistik

In den letzten Jahren konnten bereits verstärkt industrielle Ansiedlungen in Wittenberge und Umgebung verzeichnet werden. Zwar war das Industriegebiet bereits mit Straßen und einem Anschlussgleis zur Hauptstrecke Berlin-Hamburg der Deutschen Bahn erschlossen, doch waren weitere Abstell- und Aufstellgleise sowie ein Gleisbogen notwendig, um die logistischen Anforderungen von Ganzzügen zu erfüllen. Mit dem Hafen werden neue Impulse für die Entwicklung des Standortes zum trimodalen Umschlagknoten (HUB) im schifffahrtsaffinen Seehafenhinterlandverkehr an der Elbe gesetzt, der sich als Güterumschlagplatz stetig weiter entwickelt. Die nunmehr realisierten Maßnahmen waren notwendig, um auch die Infrastrukturanbindung für die Unternehmen im Industriegebiet Wittenberge Süd zu verbessern. Von Biodiesel bis Zement Mit der Einweihung des Anlegers 2 können, neben Flüssigkeiten am Anleger 1, ab sofort auch Schütt- gut, Container, Großraum- und Schwerlastgüter verladen werden.

Der Hafen Wittenberge gehört neben Berlin, Brunsbüttel, Cuxhaven, Eberswalde, Hamburg, Magdeburg und Schwedt zum Kern des Nord-Ost-Clusters für den Container- Seehafenhinterlandverkehr im nationalen Hafenkonzept des Bundes.

Mehrwert für die Region

Im Rahmen der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg wurde zudem das Verbundprojekt „Berlin Brandenburg als HUB im Seehafenhinterlandverkehr“ gestartet. Diese Studie versteht sich als ein programmatisches und integrierendes Dach, unter dem organisatorische und infrastrukturelle Maßnahmen genauso zusammenwirken, wie technologieorientierte Projekte und konzertierte Aktionen des Standortmarketings. Ziel ist insbesondere die Verlagerung von Seehafenhinterlandverkehren und den damit verbundenen logistischen Mehrwert-Dienstleistungen in die Region Berlin-Brandenburg. Außerdem soll die Bedeutung der Hauptstadtregion als Zugang für Verkehre nach Osteuropa und Asien gestärkt werden.

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EFRE-Förderung

Erweiterung der Gleisanlagen

Investitionsvolumen 1,698 Mio. €
davon EFRE: 1,274 Mio. €

Förderprogramm: Fördergrundsätze „Verkehrsinfrastruktur – Kombinierter Verkehr“ des MIL


Projektträger

Stadt Wittenberge
August-Bebel-Straße 10
19322 Wittenberge
Telefon: +49 3877 951 0
www.wittenberge.de

Kontakt

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