Das Investitionsprogramm für Oberstufenzentren im Land Brandenburg

Mit dem Ende der EU-Strukturfondsperiode 2000 bis 2006 geht auch ein außerordentlich ambitioniertes Investitionsprogramm zur umfassenden Sanierung der beruflichen Schulen (Oberstufenzentren) im Land Brandenburg weitgehend seinem Ende zu. Die letzten Förderbescheide wurden Ende 2005 ausgereicht und die Realisierung der letzten Bauvorhaben ist in vollem Gange. Seit 1994 wurden in insgesamt 60 Einzelvorhaben die 28 Oberstufenzentren in der Trägerschaft der kreisfreien Städte und Landkreise in der Regel in mehreren Bauabschnitten umfassend baulich saniert und in ihrer Ausstattung an die Anforderungen einer modernen zukunftsorientierten Berufswelt angepasst. Dazu wurden von der EU, dem Bund, dem Land Brandenburg und den kommunalen Schulträgern rund 450 Millionen Euro investiert; rd. 298 Millionen Euro dieses Gesamtinvestitionsvolumens stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Angesichts der demografischen Entwicklung und teilweise dramatischer Veränderungen auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt wurden programmbegleitend kontinuierlich Anpassungen am Umfang und den fachlichen Schwerpunkten vorgenommen. Wenige Zahlen mögen die Dramatik der demografischen Entwicklung für diesen Teil des Bildungssystems im Land Brandenburg verdeutlichen:

Schüler in Oberstufenzentren

  • im Jahr 2000: 79.850
  • im Jahr 2005: 74.250
  • im Jahr 2010: 45.950
  • im Jahr 2015: 41.000

Von besonderer Bedeutung bei der Steuerung dieses Prozesses war eine Planungsstudie, die mit Förderung aus Mitteln der technischen Hilfe des EFRE im Jahr 2000 erstellt wurde. Sie thematisierte auf dem Höchststand der Schülerzahlen in den Oberstufenzentren den aufgrund der demografischen Entwicklung bis zum Jahr 2015 absehbaren dramatischen Rückgang der Schülerzahlen und stellte Modellüberlegungen für eine Anpassung der Schulstandorte der Oberstufenzentren und eine Ausrichtung der Investitionsprioritäten an den langfristigen Bedarfslagen vor.

In einer Reihe von regionalen Planungsgesprächen zwischen den Landkreisen, den kreisfreien Städten und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport wurden diese Vorschläge zu einem „Zielsystem OSZ 2015“ weiter entwickelt, das die fachliche Grundlage für die Investitionsvorhaben in der EU-Strukturfondsperiode 2000 bis 2006 bildete. Auf dieser Grundlage wurden 17 Einzelvorhaben (Bauabschnitte) mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 103 Millionen Euro (davon rund 54 Millionen aus dem EFRE) an 14 der 28 Oberstufenzentren gefördert.

Text: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Ref. 25, Herr Dr. Budde

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